Die
Preisträgerin 2005

Frau Gerlinde
Jordan, die alle nur "Unsere Gerlinde" nennen,
wird einhellig als die Mutter des Seniorenkreises im
Begegnungszentrum Finkenberg (Köln-Porz) angesehen .
Sie initiierte den Kreis, in dem sich regelmäßig ältere
jüdische Zuwanderer aus den ehemaligen GUS-Staaten
treffen. Ziel ist es u.a. *gemeinsam die Fremdheit in einem
neuen und unbekannten Land zu überwinden*.
Denn die Wurzeln dieser Menschen liegen nicht in der deutschen
Kultur,
sondern der russischen bzw. auch der jüdischen Lebensweise.
Sehr wichtig
ist Ihr daher, das Vertrautmachen der Zuwanderer, mit
der deutschen
Sprache und dem Alltagsleben in Deutschland (Wie verhält
man sich in
bestimmten Situationen, ohne unnötig anzuecken?).
Als sie die Arbeit
begann kamen 6-8 Menschen, inzwischen sind es drei Gruppen
mit über 50 Teilnehmern. Hatte sie sich anfangs noch
mit Händen
und Füßen
verständigt, so ist inzwischen ein großer Teil
der Gruppe der deutschen
Sprache ganz gut mächtig.
Es werden Begegnungen, Gespräche und Ausflüge
unterschiedlichster Art von ihr initiiert und durchgeführt
(u.a. Treffen mit Polizeibeamten, Anwälten, aber auch
gemeinsame Veranstaltungen zusammen mit deutschen Senioren
und kulturelle Ausflüge in die Oper, das Ballett oder
auch mal ganz was anderes, z.B. in den Zoo oder den botanischen
Garten). Diese Gruppe ist ohne das Engagement und die Integrationskraft
von Frau Jordan
undenkbar.