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Das Come-Together-HERZ

10 Jahre Tschernobylhilfe Belarus & 5 Jahre beim Come-Together-Cup dabei
(Es handelt sich bei der Tschernobylhilfe Belarus um eine rein private Initiative einer Familie und um KEINEN Verein.)

Wie alles begann: 1999 kam unser Sohn Sascha (damals 9 Jahre) mit einem Zettel aus der Schule es wurden „Gasteltern gesucht!“

Im Jahr 2000 betreuten wir, nach langer und reiflicher Überlegung (wegen Sprachschwierigkeiten, anderer Kulturen etc.) erstmals ein Gastkind aus der Gegend um Tschernobyl in Belarus/Weißrussland, er heißt Alexander.

Nunmehr haben wir seit 10 Jahren im Sommer immer verschieden Gastkinder bei uns zu Besuch (insgesamt waren schon 9 verschiedene Kinder bei uns und im kommenden Sommer folgen 3 weitere)

Im Jahre 2002 eine erste Gastelternreise mit einem Verein, denn wir wollten wissen, wie unser Gastkind dort lebt. Uns selber einen Eindruck machen von den Lebensumständen dort.

Von da an folgte –ausdrücklich und gewollt ohne die Organisationsform eines Vereins- regelmäßige Fahrten auf privatem Wege nach Belarus, um die gesammelten Hilfsgüter in Kinderhäusern, Kindergärten und Familien persönlich abzugeben (denn: Staatliche Verteilung mögen wir nicht). Es begann mit dem Besuch (Hilfstransport) für ein Dorf. Jetzt werden von uns Hilfsgüter in mehrere Orte transportiert.

Im April 2010 fand die insgesamt 10. Fahrt statt. Hilfsgüter können leider immer weniger mitgenommen werden, auf Grund immer restriktiverer staatlicher Vorgaben und Beschränkungen. Deshalb nehmen wir Geld mit und kaufen vor Ort das am dringendsten Benötigte dort ein (egal ob Lebensmittel, Hygienemittel, etc).

Um die Fahrten und diese „Einkäufe“ zu finanzieren, sammeln wir u.a. Gelder in  Karten-Aktionen ein, um mit bereits 5 Euro Kinderüberraschungen vor Ort starten zu können. Diese kleinen Überraschungen bestehen aus einem Beutel mit Süßigkeiten, Obst aber auch Lebensmitteln. Diese Aktion ist ähnlich der bekannten Schuhkarton-Aktion anderer Vereine/Organisationen, nur mit dem Unterschied das wir vor Ort kaufen/verpacken und auch ganz gezielt verteilen.

Eine weitere Art der Finanzierung sind unsere Waffelstände. Wir betreiben einen Waffelstand bei verschiedensten Anlässen und Feierlichkeiten (Straßenfeste, Firmenfeste) zu denen „Humanitäre“ zugelassen sind. Wir würden gern noch mehr machen aber die Möglichkeiten sind begrenzt. Nicht jeder Veranstalter mag es, wenn „Humanitäre“ präsent sind. Da gewerbliche Essensstandbetreiber immer schnell das Gefühl bekommen, das ihnen unsere 1 Euro Waffeln das Geschäft kaputt machen.

Wenn wir dort nur für die Einkäufe Waffeln verkaufen würden, wäre es vergleichsweise einfach das benötigte Geld zusammen zu bekommen. Da wir aber allein 6 Tankfüllungen a 80 Liter Diesel und Visa zu je 60 Euro pro Person benötigen, sind dafür einige Waffelstände mehr nötig.

Vielleicht finden wir auf diesem Wege noch interessierte Vereine, Firmen oder Veranstalter wo wir uns mit Waffeln präsentieren dürfen. (Wir wollen dort niemanden vertreiben, eher eine Bereicherung sein)

Wie kamen wir zum CTC?

Unsere Wohlfühlstadt ist schon immer Köln. Also nimmt man auch viel mehr wahr was mit der Stadt zu tun hat. In diesem Zuge sind wir 2005 über einen Helfer-Aufruf des CTC "gestolpert". Seitdem sind wir alljährlich beim CTC als ehrenamtliche Helfer z.B. als Parkplatzwächter, Mülleinsammler, Promispiel-Security oder was auch sonst anfällt immer mit viel Herzblut dabei.

Auf unserer Homepage stehen unter Aktionen auch einige kleine Berichte zu dem, was wir beim Come-Together-Cup in den letzten Jahren so alles erleben durften:

www.tschernobylhilfe-belarus.de


Ein Hauptziel des Come-Together-Cups ist es, die Minderheiten-Integration zu fördern.

Dazu wird das verbindende Potential des Fußballs als Volkssport Nr. 1 genutzt. Beim CTC machen verschiedenste Minderheiten an alle neugierigen und interessierten Menschen das sportlich-kommunikative Angebot, sie kennen zu lernen.

Das CTC-Orga-Team ist sich bewusst, dass unser auf Solidarität und Gemeinsinn ausgerichtete Event längst noch nicht in allen Köpfen angekommen ist. Es gibt immer noch eine ganze Menge an Menschen („auch im warmen Köln“), die z.B. „den Schwulen im Allgemeinen“ erst einmal mit einigem Misstrauen begegnen, weil ihre Vorurteile oftmals fast ausschließlich durch kreischend bunte, medienwirksame Paradiesvögel vorgeprägt ist. Dies soll durch den CTC etwas in Richtung Realität beeinflusst werden und zwar völlig ohne aufgesetzten Belehrungshabitus.

Unser Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf den Bereichen
„Atmosphäre-Management und allgemeine Verständnisförderung“. Leider ist in den vergangenen Jahren die Kernbotschaft unserer Benfiz-Veranstaltung – bei all dem bunten Treiben – etwas in den Hintergrund getreten.

Unser Bestreben war und ist es daher, zukünftig den Fokus wieder mehr auf unser Thema – „Die Integration ALLER Minderheiten“ zu richten.


Die Come-Together-Herz-PreisträgerInnen:

2009 Dr. Ali Kemal Gün
2008 köln kickt
2007 Mbuwa Mews
2006 Uwe Görke
2005 Gerlinde Jordan
2004 Martien van Bergen

   
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