Bereits zum fünften Mal wird 2008 „Das Come-Together-HERZ” (Gestaltung: Renee Rydzy) für vorbildhaftes integratives Verhalten im Alltag verliehen. Dieser Ehrenamtler-Preis ist ausschließlich für ALLTAGSHELDEN und ganz bewußt NICHT für Prominente vorgesehen.
Mit dem Ehrenpreis „Das Come-Together-HERZ” wird in diesem Jahr das integrative Kölner Jugendfußball-Projekt köln kickt vor allem wegen seines vorbildlichen, ehrenamtlichen Engagements ausgezeichnet.

Bei köln kickt kommt das große Potenzial des Fußballs voll zum Tragen. Über den Sport werden Inhalte wie Fairness, Disziplin, friedliche Konfliktlösung, globales Lernen vermittelt und das Thema Gleichberechtigung, denn immer mehr Mädchen kicken mit. Über den Fußball gelingt der Zugang zu Jugendlichen insbesondere in den Stadtteilen mit erhöhtem Hilfebedarf.
Köln kickt möchte Kinder und Jugendliche über den Vereinssport hinaus fürs Kicken auf dem Bolzplatz oder auf der Straße begeistern, Fairplay und Teamgeist sind dabei genauso wichtig, wie der sportliche Erfolg.
Einzigartig ist das köln kickt aufgrund seiner inhaltlichen und strukturellen Vernetzung mit vielen lokalen und überregionalen Akteuren die unmittelbar der Arbeit vor Ort zugute kommt.
So waren wir beispielsweise zu Gast bei der lit.cologne und planen mit dem RUBICON und dem COME TOGHETER CUP gemeinsame Handlungsfelder gegen Diskriminierung jeglicher Art.
Das Projekt dient der sozialen und kulturellen Integration Jugendlicher und - im allgemeinen Sinn - zur Verbesserung des sozialen Klimas und der Gewaltprävention in den Kölner Stadtteilen.
Der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der köln kickt- Liga liegt bei etwa 75%. Zurzeit spielen über 40 Mannschaften aus dem gesamten Kölner Stadtgebiet in der Bolzplatzliga.
Aber auch durch aufsuchende mobile (Sport-)Angebote in den Stadtteilen und durch die so genannte „RESPEKT TOUR” werden viele Jugendliche und Multiplikatoren erreicht.

Sichtlich erfreut nahm Mbuwa Mews von der „Jugendhilfe Afrika 2000 e. V.” ihre Auszeichnung „Das Come-Together-HERZ 2007” in Empfang.
Frau Mbuwa Mews ist Dipl. Sozial - Pädagogin und wurde am 23.05.77 in Kinshasa geboren, sie lebt seit 1980 in Deutschland.
Sie half schon 1999 als 23-Jährige bei der Gründung des Vereins „Jugendhilfe Afrika 2000 e. V.” als Gründungsmitglied entscheidend mit. Seit Bestehen der Jugendeinrichtung (1999) leitet Sie verschiedene ehrenamtlich Angebote. Sie war berits Projektleiterin der Integrationsprojekte und in der Sozialberatung, Hausaufgaben-Betreuung und der Nachhilfe tätig. Zurzeit ist sie Vorsitzende der „Jugendhilfe Afrika 2000 e.V.”!
Ein Hauptziel des Come-Together-Cups ist es, die
Minderheiten-Integration zu fördern.
Dazu wird das verbindende Potential des Fußballs
als Volkssport Nr. 1
genutzt. Beim CTC machen verschiedenste Minderheiten
an alle neugierigen
und interessierten Menschen das sportlich-kommunikative
Angebot, sie
kennen zu lernen.
Das CTC-Orga-Team ist sich bewusst, dass unser auf
Solidarität und
Gemeinsinn ausgerichtete Event längst noch nicht
in allen Köpfen
angekommen ist. Es gibt immer noch eine ganze Menge an
Menschen („auch
im warmen Köln“), die z.B. „den Schwulen
im Allgemeinen“ erst einmal mit
einigem Misstrauen begegnen, weil ihre Vorurteile oftmals
fast
ausschließlich durch kreischend bunte, medienwirksame
Paradiesvögel
vorgeprägt ist. Dies soll durch den CTC etwas in
Richtung Realität
beeinflusst werden und zwar völlig ohne aufgesetzten
Belehrungshabitus.
Unser Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf den Bereichen
„Atmosphäre-Management
und allgemeine Verständnisförderung“.
Leider ist
in den vergangenen Jahren die Kernbotschaft unserer Benfiz-Veranstaltung
– bei all dem bunten Treiben – etwas in den
Hintergrund getreten.
Unser Bestreben war und ist es daher, zukünftig
den Fokus wieder mehr
auf unser Thema – „Die
Integration ALLER Minderheiten“ zu richten.
Die Come-Together-Herz-PreisträgerInnen:
2007 Mbuwa Mews
2006 Uwe Görke
2005 Gerlinde Johann
2004 Martien van
Bergen